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Künstlerporträt | Martin Madsen

Der dänische Künstler Martin Madsen feiert organische Formen, Minimalismus und Design. Seine Kreativität konzentriert sich auf den gegenwärtigen Moment und offenbart sich in seiner Arbeit über ein digitales Medium.

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„Wir existieren nur im gegenwärtigen Moment. Da ich nicht die Person bin, die ich noch vor fünf Minuten war, hat ein Kunstwerk aus der Vergangenheit keinen persönlichen Bezug zu dem, der ich jetzt bin.“

Was ist für dich „zu Hause“?
Meine Frau und ich haben das Glück, in einem kleinen dänischen Strandort namens Hvide Sande („weißer Sand“) zu leben. Mit der Nordsee im Westen und einem Fjord im Osten sind wir buchstäblich von Wasser umgeben. Unsere Gegend ist eine ständige Inspirationsquelle für mich. Auf unseren täglichen Spaziergängen mache ich gern Fotos von interessanten Texturen, die ich in meinen Designs verwenden kann, zum Beispiel ein alter Rumpf von einem Schiff, das für Reparaturen an Land gebracht wurde, oder die großen Felspfeiler, die unseren Hafen einrahmen.

Bitte beschreibe deine Arbeit in höchstens sieben Worten.
Immer in Veränderung. Sich hoffentlich weiterentwickelnd.

Was ist dein bevorzugtes kreatives Werkzeug?
Die Meinung meiner Frau einholen!

Was ist der beste Rat, den du als Künstler bekommen hast?
Hab Spaß. Wenn du dich nicht amüsierst, machst du etwas falsch.

Auf welche Erfolge in deiner künstlerischen Laufbahn bist du besonders stolz?
Ich bin dankbar, dass einige meiner Bilder in die Ausstellungen „KP09 — The Artists‘ Easter Exhibition“ und „KS10 — The Artists‘ Summer Exhibition“ aufgenommen wurden. Diese jurierten Ausstellungen sind hier in Dänemark sehr angesehen.
Jedes Werk, das ich jemals verkauft habe – ob nun persönlich, über eine Galerie, per E-Mail oder über Redbubble – betrachte ich ebenfalls als persönlichen Erfolg.

Hast du eine kreative Routine?
Zunächst setze ich Kopfhörer auf. Dann wähle ich etwas aus meiner iTunes-Sammlung aus… Musik von Bach, Gontiti, John Barry, Goblin, Tangerine Dream oder Yoko Kanno. Dann starte ich „Affinity Photo“ – und der Spaß beginnt.

Was ist die kreativste Art, auf die du jemals Geld verdient hast?
Die einfallsreichste Methode, mit der ich jemals meine Brötchen verdient habe, ist der Verkauf meiner Kunst bei Redbubble. Und ich sage das nicht nur, um höflich zu sein. Für eine introvertierte Person wie mich ist Redbubble einfach perfekt: Ich kann in meinem eigenen Tempo arbeiten, erstellen, was auch immer ich möchte – und dann erledigt jemand anderes den ganzen praktischen Kram. Es ist einfach perfekt!

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Wie haben sich dein Stil und deine Ästhetik im Laufe der Jahre verändert?
In meiner Kindheit habe ich immer Fantasy-Landschaften und -Figuren gezeichnet. Als ich 1991 meinen ersten Job als Texter-Trainee ergatterte, machte ich einen kleinen künstlerischen Umweg innerhalb der Werbebranche. Das dauerte etwa 13 Jahre; die letzten neun davon verbrachte ich als freiberuflicher Texter und Illustrator. Ich habe Möchtegern-„Dave McKean“-Kollagen mit Zeitungsausschnitten, Stiften und Gouache erstellt. Zu dieser Zeit war meine visuelle Ästhetik definitiv von grimmiger Vielfalt geprägt – mit verzerrten Gesichtern und gruseliger Stimmung (ich habe mehrere Cover für Krimis entworfen). Erst 2004 beschloss ich, die Werbebranche zu verlassen und mich ganz der Malerei zu widmen. Bis dahin hatte sich mein persönlicher Geschmack verändert. Mein Stil wurde abstrakter. Ich habe verschiedene Dinge ausprobiert, aber es war meine Vorliebe für kleine weiße Punkte, zu der ich immer wieder zurückkehrte. 2012 begann ich, mit digitaler Kunst zu experimentieren. Viele meiner Bilder – digital und auf Leinwand – bestehen aus ziemlich viel schwarz, was nicht unbedingt ein Ausdruck innerer Dunkelheit ist, sondern darin begründet ist, dass ich starke Kontraste mag und immer noch nicht recht herausgefunden habe, was ich mit Farben anfangen soll.

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Welches ist dein persönlichstes Kunstwerk? Warum?
Immer das Werk, an dem ich gerade arbeite. Wir existieren nur im gegenwärtigen Moment. Da ich nicht die Person bin, die ich noch vor fünf Minuten war, hat ein Kunstwerk aus der Vergangenheit keinen persönlichen Bezug zu dem, der ich jetzt bin.

Aus welchen Elementen besteht dein kreativer Arbeitsbereich?
Ich mag es, wenn mein Arbeitsplatz übersichtlich und geordnet ist. Man findet dort nur einen höhenverstellbaren Schreibtisch (manchmal arbeite ich gern im Stehen) und einen iMac von Apple. Von uns aus kann man über den Hafen blicken, und durch die Fenster kommt viel natürliches Licht herein. Manchmal befinden sich ein Stift und ein paar Blätter Papier auf meinem Tisch. Ich verwende sie, um Linien und Kritzeleien zu zeichnen, die ich fotografieren und für meine Designs nutzen kann.

Bitte verrate uns etwas von dir, das andere vielleicht nicht wissen.
Ich ernähre mich seit 1999 vegan. Ich liebe es, mir Videos von Pandas anzusehen (sie sind unfassbar niedlich)! Als ich ein Kind war, wollte ich Zauberer werden, dann Meeresbiologe, dann Stuntman. Ich bin gegen Macadamianüsse allergisch. Mein absolutes Lieblings-Kunstwerk ist Michelangelos „Pietà“-Skulptur.

Schau dir mehr von Martin Madsens Kunst an – bei einem Besuch in seinem Redbubble-Shop.

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Jen

Redbubble Artist Relationship Manager

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