Wie du dich als Künstler selbst vermarktest: Ein Leitfaden

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Findest du es auch so komisch, dich als Künstler zu vermarkten? Deine Designs anzubieten und dafür zu sorgen, dass andere auf dich aufmerksam werden, hinterlässt manchmal einen merkwürdigen Beigeschmack – und der ist oft selbst den talentiertesten Künstler vergönnt. Und sein Netzwerk auszubauen kann wirklich das Schlimmste sein. Immer nett lächeln und Hände schütteln kann echt anstrengend sein. Aber das alles ist ein notwendiges Übel, wenn du erfolgreich sein willst. Deshalb haben wir hier ein paar überraschend einfache Tipps für dich, mit denen du dich und deine Kunst ab sofort besser vermarktest, ohne dich wie ein zwielichtiger Gebrauchtwagenhändler zu fühlen.

Selbstvermarktung scheint auf den ersten Blick wie reine Folter, das muss sie aber gar nicht sein. So machst du dir das Leben leichter:

Die richtige Zeitform: Präsens statt Futur

Wenn wir Statements von Künstlern oder die Einführungen zu ihren Lebensläufen lesen, kommt es uns oft so vor, als würde uns der Unterton verraten, dass diese Person gar nicht so richtig an ihr Talent und ihre Arbeiten glaubt. Wenn Künstler davon sprechen, wie sie etwas „ausprobieren werden“, „in Frage stellen wollen“ oder gerade „eine Serie von Werken beginnen“, klingt das für uns so, als würden sie irgendwann in Zukunft dazu kommen, Künstler zu sein.

Mach das nicht! Erzähl so von dir, als hättest du dein Werk schon kreiert und behalte im Hinterkopf, dass deine Karriere als Künstler eine kreative Reise ist, die nie zu Ende geht. Wenn du häufig im Futur sprichst, erweckt das den Eindruck, als würdest du nicht aktiv arbeiten. Und das stimmt wahrscheinlich gar nicht. Wahrscheinlich arbeitest du mehr als die meisten von uns.

Also: Wenn du das nächste Mal etwas über dich als Künstler oder deine Projekte erzählst, sag konkret, was du gerade machst, und nicht, was du für die Zukunft planst. So klingst du, als hättest du schon als Grundschüler das erste Grafikprogramm ausprobiert und zeigst, dass du Erfahrung hast.

Du kannst stolz auf deine Arbeiten sein. Erzähl von ihnen! (Foto: "Berlin, Alexanderplatz" von Stephanie Jung)

Halte deinen Lebenslauf und dein Portfolio auf dem neuesten Stand

Du solltest deinen aktuellen Lebenslaufs immer griffbereit auf deinem Rechner haben. Jedes Mal, wenn du etwas richtig Cooles schaffst, fügst du es deinem Lebenslauf hinzu – wenn zum Beispiel eins deiner Werke in einer Ausstellung gezeigt oder eins deiner Designs von einer bekannten Band genutzt wird. So erstellst du eine Datei mit allem, was du jemals als professioneller Künstler gemacht hast. Wenn du dich dann für ein spezielles Projekt bewirbst, kannst du sicher sein, dass du die richtigen Referenzen aufgeschrieben hast, die dafür wichtig sind.

Das Gleiche solltest du mit deinem Portfolio machen. Dazu kannst du Dropbox oder eine andere Speichermöglichkeit für deine Dateien nutzen – solange es nicht nur ein Ordner auf einem Computer ist! So erstellst du ein Portfolio mit jedem Werk, das du jemals kreiert und festgehalten hast. Füge Fotos von Installationen, Produkten, gescannte Negative, einfach alles hinzu. Du kannst auch einen privaten Blog erstellen, auf dem du deine Arbeiten postest, damit du sie über deinen Computer hinaus an einem sicheren Ort digital gespeichert hast.

Mit der Zeit entwickelst du deine Routine. Und je mehr du kreierst und dokumentierst, je mehr hast du das Gefühl, wirklich etwas geschafft zu haben.

Ein aktueller Lebenslauf & Portfolio machen dir das Leben leichter (Foto: "Writing" von Tordo)

Richte eine Künstlerseite bei Facebook & Twitter ein, die nichts mit deinem Privatleben zu tun hat

Wenn du eine Plattform wie HootSuite oder TweetDeck nutzt, kannst du mehrere Social Media-Accounts ganz einfach gleichzeitig verwalten, ohne mit Passwörtern durcheinander zu kommen oder den Verstand zu verlieren. Für deine kreative Karriere ist es wichtig, in den sozialen Netzwerken vertreten zu sein, um mit Menschen in Kontakt zu kommen, die am liebsten über Facebook oder Twitter kommunizieren. Aber trenn sie von deinem privaten Account! Deine besten Freunde wollen nicht andauernd Videos sehen, in denen du an deinen Illustrationen arbeitest – und potentielle Kunden und Fans sind nicht unbedingt interessiert an den 100 neuen Fotos von deiner Katze und deinem Abendessen von gestern. Die Menschen, die sich für deine Kunst interessieren, wollen deine Designs sehen – nicht Bilder von dem überdimensionalen Cocktail, den du mit einem verrückten Hut auf dem Kopf zu deinem Geburtstag getrunken hast. Echt jetzt! Also mach dir Gedanken darüber, wie und wo du dich vermarktest.

Wenn du es noch nicht getan hast, solltest du auch unbedingt unsere schicken Sharing-Buttons zu deinem RB-Profil hinzufügen!

Trenne deine Social Media-Accounts voneinander (Foto: "The Juggler - Surreal Photography" von Tamara Rogers)

Überleg dir ein Künstler-Statement und verbreite es in der Welt

Eigentlich hat beinahe jedes Unternehmen ein Firmenstatement, mit dem deutlich wird, um was für eine Firma es sich handelt. Zugegeben, die meisten davon sind unheimlich dröge. Aber manche können inspirierend sein und interessante Einblicke in die Ziele und Werte des Unternehmens bieten. Als professioneller Künstler solltest du auch ein Statement haben. Es kann superkurz sein (das ist wahrscheinlich sogar die beste Lösung) oder ein paar Sätze lang, in denen du etwas über deine Nische, deine Motivation und deine Talente sagst. Fass das Wesentliche zusammen, füg es deinem Redbubble-Profil hinzu, und bleib dabei!

Ein Statement kann dir auch helfen, besser zu definieren, woran und wie genau du daran arbeiten möchtest. Du kannst dir am besten sogar ein paar andere Künstlerseiten anschauen, um Ideen zu bekommen, wie du es am besten formulierst.

Lerne, dich zu präsentieren und dein Statement zu verbreiten (Foto: "Hopes and Dreams" von Noukka Signe)

Halte deine Fans auf dem Laufenden

Wenn du an einem großen Projekt arbeitest, zum Beispiel an einer Ausstellung oder einer Buchveröffentlichung, kannst du dich am laufenden Band damit beschäftigen, was gerade bei dir passiert. Na klaro – das ist ja auch ziemlich aufregend. Aber vergiss nicht, dich bei allem Stolz auf deinen Erfolg auch bei denjenigen zu bedanken, die dir geholfen haben, erfolgreich zu werden. Lass deine Unterstützer wissen, wie wichtig sie dir sind. Zeig ihnen, dass deine kreativen Werke weiter bestehen, auch nachdem du sie mit viel Mühe auf den Weg gebracht hast. Außerdem sind Updates für deine Unterstützer eine nette und ziemlich relaxte Form des Netzwerkelns – du bittest Menschen ja nicht um einen Gefallen, sondern erzählst ihnen, dass bei dir wirklich spannende, kreative Dinge passiert sind. Und das sind doch mal Neuigkeiten.

Erzähl den Menschen von deiner kreativen Arbeit (Foto: "Vintage Camera and Retro Telephone" von Andreka)

Welche Tipps & Tricks hast du, die dir helfen, dich selbst zu vermarkten? Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um sie uns unten in den Kommentaren zu verraten!

[Das Headerbild heißt „Creative shopping“ und stammt von buyart – was für ein passender Name!]

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