Regelmäßige Fitness für deine rechte Gehirnhälfte

Wenn du nicht weiterkommst, solltest du unbedingt spazieren gehen

Wir haben schon ein paar Mal darüber gesprochen, aber der Artikel „Warum Bewegung uns beim Denken hilft„, der im New Yorker erschienen ist, bringt uns immer wieder auf dieses Thema: Es ist für kreative Prozesse so wichtig, dich zu bewegen! Der Artikel beschäftigt sich zwar damit, wie wichtig Spaziergänge für Schriftsteller sind, aber wir finden, dass sich das wirklich auf alle kreativen Vorhaben anwenden lässt.

Der Verfasser des Artikels, Ferris Jabr, zitiert einige wissenschaftliche Untersuchungen, die zeigen, wie sich die körperliche Bewegung bei einem Spaziergang positiv auf einen Vorgang, der in erster Linie im Kopf stattfindet, auswirkt: Kreativität. Aber wie genau eigentlich? Er sagt:

Es fängt damit an, dass sich die Chemie in unserem Körper verändert. Wenn du einen Spaziergang machst, schlägt dein Herz schneller, also zirkulieren auch Blut und Sauerstoff schneller in deinem Körper, nicht nur in deinen Muskeln, sondern in all deinen Organen — auch in deinem Gehirn! Viele Experimente haben gezeigt, dass während oder nach dem Sport, auch wenn es nur ganz leichte Anstrengung war, Leute bei Erinnerungs- und Aufmerksamkeitstests besser abgeschnitten haben.

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Für uns ist der interessanteste Teil des Artikels der Schluss, an dem Jabr erklärt, wie eine kleine Reise in der wirklichen Welt unser Gehirn dafür trainiert, auf eine kreative Reise zu gehen. Er schreibt:

Wenn wir durch die Stadt oder den Wald spazieren gehen, muss unser Gehirn die Umgebung untersuchen, eine Karte erstellen, sich auf den Weg geradeaus konzentrieren, und diese Karte im Kopf in Schritte übersetzen. Genauso zwingt das Schreiben unser Gehirn, seine eigene Landkarte zu überprüfen, einen Weg durch dieses Terrain zu finden und diesen gedanklichen Weg bis in die Hände zu übersetzen.

Das erinnert mich an die große Weisheit des unvergesslichen Drehbuchautors Charlie Kaufman, der sagte, er habe sich einmal bei einem kurzen Spaziergang verlaufen und bemerkt, dass genau das seinen eigenen, kreativen Prozess widerspiegelte.

Er hat auch erzählt, was ihm nach diesem Spaziergang bewusst wurde:

Ich bin nicht die gleiche Person wie vorher. Ich habe diese Sache erlebt, und jetzt kann ich über andere Dinge schreiben und nachdenken und sie in meine Arbeit integrieren. Ich habe etwas ganz anders gemacht, weil ich mich verlaufen habe.

Was denkst du? Gehst du manchmal spazieren, um deine Kreativität zu kitzeln? Wenn nicht, was tust du sonst für einen klaren Kopf? Erzähl es uns in den Kommentaren unten.

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